Wie viel Restriktion beim „Partner freischalten“?

Carl Philipp Franz | 27. August 2011 - 10:24 | Kommentare deaktiviert für Wie viel Restriktion beim „Partner freischalten“?

Wie viel Restriktion beim Partner freischalten?

© Heike Dreisbach / pixelio.de

Wo wir gerade schon beim Thema Reaktivieren oder Rausschmeißen von inaktiven Affiliates waren, lohnt es sich doch gleich noch einen Schritt weiter zurück zu gehen…

Wie kommt es eigentlich, dass sich Merchants einer solchen Masse an Affiliates „ausgeliefert“ sehen und lohnt es sich vielleicht, von vornherein etwas dagegen zu unternehmen?

Vorweg: Es ist eine der Grundlagen im Tagesablauf eines Affiliate Managers und eigentlich keiner Rede mehr wert: Das Prüfen und Zulassen bzw. Ablehnen der eingegangenen Affiliate Bewerbungen (das „Partner freischalten“) für das eigene Partnerprogramm. Immer wieder fällt jedoch auf, dass viele Merchants ganz unterschiedliche Zulassungskriterien haben – doch wie viel Restriktion bei der Freischaltung kann wirklich Sinn machen?

Welche Zulassungskriterien setzt man als Merchant am besten an?

Eigentlich sind es gar nicht so viele Kriterien, auf die die sich bewerbenden Websites überprüft werden sollten – grundsätzlich sind zu nennen:

  1. Keine erotischen Inhalte auf Affiliate-Websites
  2. Keine politischen Inhalte auf Affiliate-Websites
  3. Keine gewaltverherrlichenden Inhalte auf Affiliate-Websites

Alles Themenbereiche, die der eigenen Marke und dem Merchant insgesamt schaden zufügen können. Hier sollte man nur in Ausnahmefällen ein Auge zudrücken (keine Angst, es gibt natürlich Ausnahmen… zu einigen Sonderfällen kommen wir also gleich auch noch… ;)).

Natürlich möchte ein Merchant möglichst viele themenrelevante Affiliates auf seinem Programm haben. Doch schaden Affiliates, die nicht zum Thema passen? Nicht wirklich. Im Affiliate Marketing wird heutzutage normalerweise erst dann gezahlt, wenn es zu einer validen Transaktion gekommen ist (die Zeiten von Klickvergütung sind ja mittlerweile (fast) vorbei). Selbst wenn diese nicht von themenaffinen Websites generiert werden, valide bleiben die Transaktionen doch trotzdem.

Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel: Ein paar Sonderfälle

Klar, es gibt Partnerprogramme, bei denen eines der oben genannten Kriterien zusätzlich wegfällt – bei einem Erotik-Shop etwa. Da themenaffine Affiliates natürlich die Basis für jedes Partnerprogramm bilden, sollte hier die erste Regel dann dementsprechend ausgeklammert werden 😉

Eine Überlegung wert sind zudem sicherlich „besondere“ Publisher Segmente wie Gutscheine, Cashback, Post View etc. Je nach Strategie können diese Segmente dann pauschal vom Programm ausgeschlossen werden. Normalerweise macht aber auch bei diesen Segmenten eher die Einzelfall-Prüfung und die direkte Kontaktaufnahme mit den betroffenen Affiliates durchaus Sinn, um im Vorhinein gemeinsame Interessen abzustecken.

Was lernen wir daraus?

Die oben genannten Kriterien sind als Leitfaden anzusehen und können selbstverständlich frei ergänzt werden. Jedoch sollte sich jeder Merchant unter Berücksichtigung grundlegender Qualitätskriterien das Leben selbst „so einfach wie möglich“ machen und die Liste der Zulassungskriterien kurz halten. Je mehr Affiliates auf eine Programm aktiv sind, desto breiter gestreut ist das Risiko potenzieller Umsatzeinbußen, wenn mal ein relevanter Affiliate „wegbricht“.

Zudem sollte nicht vergessen werden, dass zum Zeitpunkt der Zulassung eines Affiliates zum eigenen Partnerprogramm nur in einigen wenigen Ausnahmefällen bereits vorher abzusehen ist, dass dieser Affiliate dem Programm eher schaden könnte (dabei unterstellen wir grundsätzlich keine böswilligen Machenschaften – es gibt aber beispielsweise immer wieder Fälle in denen sich später herausstellt, dass der Kundenstamm eines Affiliates einfach nicht zu dem des Merchants passt und die Stornoraten deshalb unnötig hoch sind).

Autoreninfo
Bereits seit über sechs Jahren beschäftige ich mich mit Affiliate Marketing. In dieser Zeit habe ich Partnerprogramme verschiedener Branchen betreut und dabei sowohl direkt auf Advertiser- als auch auf Agenturseite gearbeitet. Meine Spezialgebiete im Affiliate Marketing sind vor Allem die Themen "Retail & Shopping" (Universalversender) und "Partnervermittlung".
Carl Philipp Franz
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