Native App vs. Mobile Web – wo liegen die Chancen des mCommerce?

Ingo Kamps | 15. September 2011 - 22:15 | 1 Kommentar
Native App vs. Mobile Web - wo liegen die Chancen des mCommerce?

© Kigoo Images / pixelio.de

Nachdem sich die beiden letzten Teile der Mobile Affiliate Marketing Reihe mit den Problemen und einigen Lösungsansätzen befasst haben, geht es im vorläufig letzten Teil um den mCommerce selbst. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, ob die Zukunft des Mobile Shoppings eher bei den aktuell sehr populären Apps liegt oder ob sich das Mobile Web Stück für Stück wieder zu dem dominanten Zugang entwickelt wie sein Desktop-Pendant.

Apps gibt es eigentlich schon genauso lange wie es Mobiltelefone gibt, doch erst mit Erscheinen des iPhones von Apple traten sie ihren weltweiten Siegeszug an. Der Reiz von Apps liegt vor allem im einfachen Aufruf der App-Funktionen. So lassen sich auf Knopfdruck Pizzen bestellen, RSS Reader öffnen, der Facebook-News-Stream lesen oder eben Produkte bestellen. In vielen Fällen sind Apps aber nicht mehr als aufgebohrte und für die Nutzung auf dem Smartphone oder Tablet optimierte Fassungen mobiler Websites.

Das Mobile Web funktioniert hingegen grundsätzlich genauso wie das vom PC oder Mac bekannte World Wide Web. Durch Anklicken eines Bookmarks oder Eingabe einer URL gelangt der Nutzer zum entsprechenden Angebot. Einige Website-Betreiber haben mobile Fassungen ihrer Websites im Angebot, die in der Regel über eine reduzierte Optik verfügen. Auch die konventionellen Website-Versionen lassen sich per Smartphone recht komfortabel nutzen.

Welche Form der Nutzung von Online-Funktionen sich am Ende durchsetzen wird, darüber gehen die Meinungen auseinander. Es sollte aber als sicher gelten, dass das Mobile Web im Vergleich zu heute noch weiter an Bedeutung zulegen wird. Für das Mobile Affiliate Marketing wäre dies eine erfreuliche Entwicklung, da Kollisionen mit den Nutzungsbedingungen der App Stores vermieden werden, sobald es um das Thema Sale- und Lead-Tracking geht.

Für Advertiser muss es aber auch darum gehen, möglichst viele Endnutzer des wachsenden Smartphone-Markts mit ihrem Verkaufsangebot erreichen zu können. Laut einer Studie von Comscore kamen knapp 66% der Zugriffe bei Online-Retail-Shops über die mobilen Websites, während Apps knapp ein Drittel ausmachten. Apps haben ihre Vorteile und werden damit auch nicht mehr verschwinden. Eine Studie zum mCommerce der englischsprachigen Website Mobile Manifesto attestiert Apps hingegen eine um 30% höhere Conversion Rate.

Daher scheint eine Hybrid-Lösung zwischen nativer App und mobiler Website das Gebot der Stunde zu sein. Der Programmiersprache HTML5 wird hierbei die Schlüsselrolle zukommen, da mit ihr sowohl native Apps und mobile Websites erstellt werden können und der Anpassungsaufwand für unterschiedliche Geräte wie Smartphones, Tablets und zukünftige Devices verhältnismäßig im Rahmen bleibt.

Und HTML5 stellt auch eine technische Plattform dar, bei der die Affiliate Netzwerke dank der Datenbankunterstützung ganz neue Möglichkeiten des Trackings in die Hand bekommen: Möglichkeiten, die über die bisherigen Cookie-Tracking Mechanismen weit hinausgehen. Ob das wirklich gut für die Branche ist, muss sich allerdings noch zeigen: Die im zweiten Teil geschilderten Probleme des fehlenden Zugangs zu den App Stores oder Verluste durch eine Customer Journey mit verschiedene Geräten werden dadurch nicht gelöst – Konflikte mit Datenschützern scheinen trotzdem bereits vorprogrammiert.

Autoreninfo
Ingo ist seit 1999 im Online Marketing aktiv und gründete 2002 sein heutiges Unternehmen, die cayada GmbH mit Sitz in Berlin. Seit 2009 ist Ingo Mitglied des exklusiven zanox VIP Clubs, betreibt unter anderem diverse Ecommerce Websites und zählt als Performance Advertising Publisher viele namhafte Unternehmen aus Deutschland und mehreren europäischen Ländern zu seinen Kunden.
Ingo Kamps

1 Kommentar zu “Native App vs. Mobile Web – wo liegen die Chancen des mCommerce?”

  1. […] vollständig den Rang ablaufen? Können sich Shop-Betreiber auf einen der Kanäle fokussieren oder ist eine Hybrid-Lösung notwendig, um wirklich alle potentiellen Käufer zu erreichen. Mehr dazu verrät ein aktueller Artikel bei affiliatepraxis.de. […]

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