Inaktive Affiliates – Reaktivieren oder rauswerfen?

Daniel Frerichmann | 22. August 2011 - 11:15 | 1 Kommentar

Macht das Rauswerfen von inaktiven Affiliates Sinn?

© S. Hofschlaeger / pixelio.de

Um die Wartezeit zwischen zwei Beiträgen aus der Serie „Mobile Affiliate Marketing“ zu verkürzen, widmen wir uns heute einer interessanten Spezies, den inaktiven Affiliates.

Als Affiliate bekommt man immer mal wieder freundliche Hinweise per E-Mail von Merchants, dass die Partnerschaft beendet wird, sofern man nicht in einem gewissen Zeitraum wieder aktiv wird und mindestens X Sales generiert.

Der Frage, ob solche Reaktivierungsversuche sinnvoll sind, wollen wir in den folgenden Zeilen nachgehen.

Warum bewerben die Affiliates meine Produkte / Dienstleistungen nicht?

Das ein Merchant zwar eine gute Basis an angemeldeten Affiliates hat, sich darunter aber nur wenige aktive Partner befinden, kann eine Vielzahl an Gründen haben. Grundsätzlich ist es aber so, dass jedes Programm zum Großteil aus inaktiven Partnern besteht. 

Dies kann zum einen daran liegen, dass die Affiliates irgendwann einmal auf das Programm aufmerksam geworden sind und sie sich daraufhin beworben haben, bisher allerdings noch keine Zeit, Lust oder Gelegenheit hatten, die Werbemittel des Merchants einzubauen. Viele Affiliates melden sich bei potenziell interessanten Programmen an und sondieren so den Markt, sprich das unterschiedliche Werbemittelangebot, Provisionen etc.

Zudem kann man als Affiliate so kurzfristig mit der Bewerbung starten wenn sich eine „gute Gelegenheit“ ergibt und muss nicht erst lange auf die Freischaltung zum Programm warten.

Bei älteren Programmen sind die inaktiven Affiliates oft schon sehr lange an Bord und haben im Laufe der Jahre ihre Zielgruppe / das Thema geändert oder haben zu einem lukrativeren Wettbewerber gewechselt.

Dann gibt es wiederum die Jäger und Sammler – die melden sich direkt bei allen Programmen an, die gerade beim Netzwerk starten, freuen sich bei Bestätigung und üben Kritik bei Ablehnung. Diese Spezies wird im Laufe der Partnerschaft drei Eigenbuchungen vermitteln und fristet in der Zwischenzeit das Dasein des inaktiven Affiliates.

Das ein Affiliate die Produkte und Dienstleistungen nicht bewirbt, kann also verschiedenste Gründe haben, die aber nicht alle ein fehlerhaftes Programm Management als Ursache haben, sondern meist auch einfach eine Eigenheit der Affiliate Branche darstellen.

Sind inaktive Affiliates ein Zeichen für ein schlechtes Programm?

Wie bereits erwähnt, gibt es vielfältige Gründe für inaktive Affiliates und eine hohe Anzahl dieser muss nicht zwangsläufig etwas über die Qualtität des Programm Management aussagen. Fast jedes Programm hat viele inaktive Affiliates und generiert mit zehn bis 20 Prozent der Partner ca. 80 bis 90 Prozent des Umsatzes. Dennoch ist es nie verkehrt, seine eigene Aktivitäten als Merchant auf den Prüfstand zu stellen, und bei den Affiliates nach Verbesserungspotenzialen zu fragen 😉

Was mache ich mit inaktiven Affiliates?

Wenn es also ganz normal ist, dass ein Programm viele inaktive Partner hat, warum bekommt man dann als Affiliate hin und wieder Mails, die einen auffordern aktiv zu werden, da sonst die Partnerschaft gekündigt wird?

Diese Frage ist pauschal nicht so leicht zu beantworten, da auch hier viele Beweggründe die Ursache sein können. Eventuell ist es der Aktionismus der betreuenden Agentur, die so versucht die Sales zu steigern, oder es ist der Versuch des Merchants, den Überblick über das Affiliate Konto wieder zu bekommen.

Was auch immer der Grund ist, es bleibt die Frage, ob es sinnvoll ist so vorzugehen? Da es in der Natur des Sache liegt, dass die Vielzahl der Affiliates inaktiv ist, macht es aus meiner Sicht keinen Sinn, sich von inaktiven Partnern zu trennen. Diese können zum einen irgendwann wieder zum Long Tail beitragen, und zum anderen entstehen durch die Inaktivität weder Kosten noch Zeitaufwände.

Bevor man den Affiliates droht, sie vom Programm auszuschließen, wenn sie nicht wieder aktiv werden, sollte man lieber versuchen, einen entsprechenden Anreiz zur Reaktivierung zu bieten. Vielleicht können hier die Incentivierung durch höhere Provisionen, ein Reaktivierungsbonus, eine Staffel für inaktive Partner oder ähnliche Boni helfen.

Vielleicht reicht es aber auch, wenn man den inaktiven Partner einfach nach den Gründen für seine Inaktivität fragt – was allerdings nur Sinn macht, wenn der Affiliate zuvor relevante Umsätze geliefert hat 😉

Fazit

Lange Rede, kurzer Sinn: Als Merchant sollte man es sich gut überlegen, ob man sich von inaktiven Affiliates trennen möchte, da diese später immer noch mal wieder aktiv werden könnten. Besser einen Anreiz bieten, um aktiv zu werden, als mit Ausschluss zu drohen, wenn der Affiliate nicht binnen einer Frist mindestens einen Sale liefert.

Sollte es dennoch einen gute Grund für den Rauswurf geben (und damit ist nicht die Änderung der Programm Richtlinien und Restriktionen gemeint), dann freue ich mich über einen entsprechenden Kommentar.

Autoreninfo
Ich verfüge über langjährige Erfahrungen im Online Marketing mit Spezialisierung auf das Affiliate Marketing. Als Key Account Manager in einer Hamburger Online Marketing Agentur, als Affiliate Manager innerhalb der OTTO Gruppe, sowie als Spezialist für Affiliate Marketing bei der Deutschen Bahn konnte ich mein Wissen aufbauen und vertiefen, sodass ich heute fast jede Facette des Online Marketings kenne.
Daniel Frerichmann

1 Kommentar zu “Inaktive Affiliates – Reaktivieren oder rauswerfen?”

  1. […] Wo wir gerade schon beim Thema Reaktivieren oder Rausschmeiߟen von inaktiven Affiliates waren, lohnt es sich doch gleich noch einen Schritt weiter zurück zu gehen […]

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