Hemmnisse des Mobile Affiliate Marketing

Ingo Kamps | 19. August 2011 - 20:50 | 2 Kommentare

Blackberry zur Nutzung von Mobile Marketing

© Kigoo Images / pixelio.de

Bevor wir die speziellen Hemmnisse des Mobile Affiliate Marketings beleuchten, gibt es einen offensichtlichen Hemmschuh, der mit dem Affiliate Marketing selbst nichts zu tun hat: Die Umsätze im mCommerce können in keiner Weise mit denen des eCommerce mithalten. Zwar werden bereits Transaktionen über Smartphones und Tabletsabgewickelt und einzelne US-Unternehmen wie eBay oder Amazon erzielen über ihre mobilen Websites und Apps mittlerweile signifikante Umsätze, doch alles in allem steckt der mCommerce weiterhin in den Kinderschuhen.

Da die USA bei vielen Trends immer noch Vorreiter sind, sieht die Lage in Europa und Deutschland noch etwas bescheidener aus. Retailer wie Otto oder H&M bieten potentiellen Käufern ihre Produktpalette zwar inzwischen auch über mobile Websites und Apps an, allerdings haben sie damit eine Art First-Mover-Status und versuchen primär Erfahrungen für die Zukunft zu sammeln. Eine Weitergabe von Provisionen an Affiliates ist daher bislang auch noch nicht vorgesehen.

Tracking

Während sich das Problem des noch nicht ausreichend entwickelten Marktes für mCommerce sukzessive von selbst lösen wird, liegt die größte Herausforderung für das Mobile Affiliate Marketing – und damit für die Affiliate Netzwerke – in der Bereitstellung eines zuverlässigen Trackings.

Während das Tracking von Transaktionen über mobile Websites noch verhältnismäßig einfach abzubilden ist (hier können die Affiliate Netzwerke bereits heute Lösungen anbieten), bereiten native Apps den Protagonisten größere Schwierigkeiten. Dabei geht es in erster Linie noch nicht mal um die Erfassung von mCommerce-Umsätzen, sondern die naheliegende Provisionierung von App Downloads.

Nach Erscheinen des iPhone folgte ein Trend, der die Nutzung des mobilen Internets für Nutzer von Smartphones erleichtern sollte. Native Apps sind häufig zwar nichts anderes als mit einem Launcher-Icon versehene Varianten von mobilen Websites, ihre Besonderheit liegt da hingegen in der Distribution. Denn diese erfolgt fast ausschließlich über die App Stores der Anbieter von mobilen Betriebssystemen (z. B. Android Market und Apple App Store).

Affiliate-relevante Transaktionen wie z. B. App Downloads können auf diese Weise nicht einfach provisioniert werden, da die Tracking-Anbieter keine Mess-Methoden innerhalb der Apps Stores platzieren können. Auch der alternative Weg über die Integration des Trackings in den Apps stößt auf Probleme, da es zu Kollisionen mit den Nutzungsbedingungen der App Stores kommen kann. Um die aus nativen Apps entstehenden Transaktionen fürs Mobile Affiliate Marketing relevant machen zu können, wird eine Kooperation mit den App Stores und App Entwicklern letztlich unvermeidlich sein, denn die Transaktionsarten weisen weitere Besonderheiten auf.

So ist der Download der App heutzutage häufig kostenlos möglich. Kostenpflichtige Transaktionen werden anschließend über In-App-Verkäufe (In-App-Payment) abgewickelt. Dies können beispielsweise neue Levels für Spiele oder Premium-Funktionen bei Produktivitäts-Apps sein. Damit das Mobile Affiliate Marketing bei diesen Prozessen ins Spiel kommen kann, ist also eine Platzierung des Trackings innerhalb der Apps unumgänglich.

Dies gilt ebenso für weitere interessante Transaktions-Ansätze wie Mobile Couponing oder Near Field Communication (stationäre Bezahlung von Waren durch das Halten des Smartphones an einen NFC-fähigen Chip).

httpvh://www.youtube.com/watch?v=0KwbM9YVW3Y

Dies ist ein kurzer Einblick in die Probleme, mit denen sich Mobile Affiliate Marketing momentan noch konfrontiert sieht. Der nächste Teil der Serie wird sich dann mit Lösungsmöglichkeiten beschäftigen.

Autoreninfo
Ingo ist seit 1999 im Online Marketing aktiv und gründete 2002 sein heutiges Unternehmen, die cayada GmbH mit Sitz in Berlin. Seit 2009 ist Ingo Mitglied des exklusiven zanox VIP Clubs, betreibt unter anderem diverse Ecommerce Websites und zählt als Performance Advertising Publisher viele namhafte Unternehmen aus Deutschland und mehreren europäischen Ländern zu seinen Kunden.
Ingo Kamps

2 Kommentare zu “Hemmnisse des Mobile Affiliate Marketing”

  1. […] Hemmnisse des Mobile Affiliate Marketing Neueste Kommentareaffiliatepraxis.de | Affiliate Talk mit Karsten Windfelder bei Interview zum Affiliate Mentoring mit Uli Rothaffiliatepraxis.de | Wie viel Restriktion beim „Partner freischalten“ […]

  2. […] sich die beiden letzten Teile der Mobile Affiliate Marketing Reihe mit den Problemen und einigen Lösungsansätzen befasst haben, geht es im vorläufig letzten Teil um den mCommerce […]

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